Next Time It‘s Personal!
Ausrufezeichen!
Und noch eins!
Und …
Was für ein Debüt-Album! Hut ab!
Das Trio aus Niedersachsen (Schaumburg/Hannover) liefert 10 frische, extrem druckvolle Volltreffer ab.
Ja – Hits!
Erfrischend jugendlich, dabei technisch und textlich ausgereift und musikalisch erwachsen!
Die Jungs wissen, was sie wollen.
Und sie können es.
Für alle, die gern einordnen: das Album ist eine Art Indie-Punk-Brett mit Emo- und Popanleihen und in den Songstrukturen erkennbaren Melodic Hardcore-Wurzeln.
Sicher könnte man irgendwelche Referenzen suchen, aber wozu: PTR schaffen mit ihrem kompositorischen Gespür für Riffs, Hooks, Breaks und das immer und jederzeit songdienliche Zusammenspiel der Instrumente ihre eigene Referenz!
Eine Stimme mit markanter Kante, die keine Angst vorm echten Singen hat! Toll. Gitarren, die ballern, aber nie stumpf unisono Brei erzeugen, sondern sich ergänzen oder gegenseitig treiben.
Bass und Drums, die tragen, aber auch treiben. Dabei lässt die Rhythmusgruppe aber jederzeit Raum für Melodien und Gesang. Daraus erwächst ein schon kompositorisch angedachter perfekter Mix der Akteure, wie man ihn nicht oft findet.
Insgesamt haben die meisten Songs ein recht hohes Tempo, was Spaß macht und das Album perfekt von einem zum nächsten Song trägt. Der letzte Song ist eine kleine Ausnahme, er nimmt zuerst Tempo raus, um final auszubrechen.
Was für ein Brett ist diese Scheibe – auch ohne Breakdown-Attitüden! Sie zeigt perfekt, dass Druck und Melodie sich nicht ausschließen, sondern Geschwister sein können.
„Next Time It’s Personal“ ist trotz Superproduktion kein steriles Produkt, sondern eine hochemotionale Ansage. Dank der erstklassigen Arbeit von @1408productions und 10 kompositorischen Volltreffern mit Gefühl für das Wechselspiel von Melodie und Härte setzen sich Pluto The Racer für uns von @better_than_silence_radio direkt an die Spitze der Newcomer im europäischen Melodic-Punk.
Ein saustarkes Debüt, das laut gehört werden muss!
Schaut euch Pluto auch live an!