VÖ 28.8. auf @parasocialrecords : STATE POWER @statepowerhc aus Utrecht legen mit ihrem ersten Longplayer ein Werk vor, das mit seinem Sound zwischen Hardcore und Thrash sofort zündet, über seine gesamte Laufzeit kaum einen Millimeter nachgibt und sich wie ein Rammbock durch die Lautsprecher fräst und einfach alles niederwalzt.
Die Gitarren arbeiten messerscharf und blitzschnell, schneiden sich durch die Opener „Dominant Threads“ und „Brain Bug“ und liefern Riffsalven, die präzise und zerstörerisch voranschreiten. Dazu kommt eine passend saubere Rhythmusgruppe. Jeder Tempowechsel sitzt, jeder Breakdown landet punktgenau. Und doch entsteht beim Hören ein anderer Eindruck: Als würde nicht das Schlagzeug die Stücke antreiben und nicht der Bass das Fundament legen, sondern vor allem Stefans Gesang die Band ständig in die nächste Eskalationsstufe treiben. Sein wütend bellendes Organ wirkt wie der eigentliche Motor dieser Platte, als würde er die Band vor sich hertreiben, würde jeden Song anfeuern und in die nächste Eskalationsstufe zwingen. Darin liegt eine der großen Stärken von Hyperstition: Instrumente, Gesang und Inhalt sind perfekt verzahnt. Trotz aller instrumentalen Thrash-Anleihen bleibt Hyperstition im Kern eine Hardcore-Platte.
Und das Beste: Zwischen all der Wucht und Geschwindigkeit blitzen immer wieder starke Melodien auf, die trotz der Brutalität und Geschwindigkeit der Stücke catchy wirken, die Nackenmuskeln entspannen und den Körper zum Wippen und Mitschwingen bringen.
Inhaltlich richten State Power den Blick auf eine Gegenwart, die von Überforderung durch Technologie und Algorithmen, Entfremdung und ökonomischem/ökologischem Raubbau geprägt ist. Die Texte wirken dabei nicht wie Parolen, sondern wie Reaktionen auf eine zunehmend aus den Fugen zu geratene Welt.
Die Band beschreibt das Album als „reine Liebe in ihrer aggressivsten Form“ – ja! Wir sind verliebt!
Eine Platte, die einen überrollt, kurz liegen lässt und danach erst einmal nach Luft schnappen lässt.
Demnächst auf @better_than_silence_radio